Unvernünftige Geschenke

Und schon ist es wieder soweit. Die Zeit zwischen den Jahren ist da. Weihnachten, Raunächte, Neujahr, … dieses Jahr war ein wahrhaft turbulentes, ein wilder Tanz, mit viel Führung von außen.

Ich würde Dich gerne fragen, was Dir in diesen Tagen selbst ein Geschenk wäre? Was brauchst Du nach diesem aufregenden Ritt? Wir können uns schnell von einer Verpflichtung durch Arbeit, Alltag, „Corona“, usw. in der nächsten unbewussten Verpflichtung wiederfinden. Gedanken wie „Ja, jetzt hab ich (möglicherweise) Urlaub und nun MUSS ich Weihnachten vorbereiten, Geschenke verpacken, MUSS die Raunächte feiern, …“ die Liste der nächsten pflichtbewussten und vernünftigen Entscheidungen ist sehr lange.

Du kannst dich ganz einfach mal hinsetzen und still werden. Wahrscheinlich kommt eine lange Liste in Deinen Gedanken zustande von Dingen, die angeblich zu erledigen sind. Der Kopf kann uns schnell dazu überreden, etwas zu tun, er setzt schnell einen neuen Impuls, was noch dringend zu erledigen ist, was jetzt vernünftig wäre – merkst du die Anspannung und den Druck, der dabei in dir entsteht? ich kenne das zumindest sehr gut. Manchmal bin ich vollkommen innerlich geladen und hab noch nicht einmal gemerkt, wann es begann. 😀 haha. Ok. Schon ok. Lass das einfach mal da sein und spür auch in die Anspannung hinein ohne aufzuspringen und das nächste zu tun.

Es gibt natürlich ganz viele Möglichkeiten, dem zu begegnen oder auch nicht. Ich möchte dir eine kleine Möglichkeit zeigen, wie Du DIR begegnen kannst. Dir ein kleines Geschenk zu Weihnachten machen kannst. Wenn du Lust hast, Dir zu begegnen, bleib einfach mal bei diesem Gefühl der Anspannung/Druck/…, und schau nach, wo es sich durch Deinen Körper zeigt, wie es sich körperlich äußert. Als würdest Du einen Scan, eine kleine Innenschau durch dich selbst machen; ganz neugierig und unvoreingenommen gehst Du in dir selbst auf Entdeckungsreise. Egal was Du da entdeckst und findest, das ist ok – Du bist ganz ok. Und wenn Du Widerstand entdeckst, Ablehnung der Situation – auch das ist ok, sooo menschlich. Auf diese Weise kannst Du eine Zeit mit dir sein und allem in dir ganz liebevoll Aufmerksamkeit schenken. Und wenn Du darauf überhaupt keine Lust hast, dann ist das auch in Ordnung. Das kannst Du so oft in Deinen Tag einbauen wie du magst. Ich bin gespannt, was es mit dir macht 🙂

Eine andere Idee, die mehr mit Kreativität zu tun hat, ist, neben dem ganzen viel geübten, pflichtbewussten Handeln etwas „Unvernünftiges“ zu genießen und Zeit mit etwas zu verbringen, was der Kopf als „unnötig“ abstempelt. So können wir die innere Waagschale (die oft ein großes Übergewicht in Richtung pflichtbewussten Handeln zeigt) ein wenig ausgleichen – und eine Portion unbegründete Lebensfreude schöpfen. Ja, ein Geschenk an dich – Zeit, die du nur dir selbst und diesem Moment schenkst. Ein Bild vollkritzeln und verbrennen, Dich auf den Rücken legen und mit den zu einem Lied tanzen, eine Höhle aus Decken bauen, den Regen beobachten, … ich glaube, ihr wisst, meine. Und hier gilt natürlich auch: Teilen mit anderen erlaubt.

Ich wünsche euch jedenfalls, dass ihr diese Zeit so begeht, wie ihr sie begehen wollt und genießen könnt. Ich danke euch für eure Unterstützung, euer Sein und Tun.

Frohe Weihnachten ihr Lieben

Kristin

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