Warten. Ist. Kunst.

Warten. ist. Kunst.

Ich hab es mal wieder am eigenen Leib erfahren. Und dacht eine Zeit, mir würde das nicht mehr passieren – hahaha. Ich sitze im Wohnmobil, wir sind unterwegs und ich lese auf Instagram, wie kontinuierlich und stetig manche Menschen Bilder, Texte, Blogbeiträge etc.posten. Ich empfinde es häufig als inspirierend und denke mir so: Ach Kristin, eigentlich SOLLTEST Du auch mal wieder was posten. Mir fällt natürlich auch ein Thema ein und dank meinem Partner Jonas, habe ich auch noch tolles Fotomaterial zur Verfügung. Ich bastele stundenlang an einem Text, an einer Message, feile, verwerfe, und merke, dass ich in mir immer enger werde, immer unzufriedener mit mir, immer „gemeiner“ und kritischer. Aso schlafe ich darüber. am nächsten Tag geht es ähnlich weiter und dieses Gefühl ist immer noch präsent – eng, unangenehm – … also werde ich für mich still, ich veröffentliche nichts, ich poste kein Bild, keine Message. Alles ok. Und aus der Stille heraus male ich ein Bild, völlig bedeutungslos, ohne Hintergedanken. Einfach so. Nicht notwendig. Und ich erkenne: Warten ist Kunst. Und darauf zu warten, dass der richtige Moment des Postens kommt, dass ich die Eingebung empfange, dass alles zum rechten Zeitpunkt da ist, ist einfach und leicht und frei. Und so will ich leben. So will ich arbeiten. „Das Gras wächst nicht schneller, wenn Du dran ziehst.“ (Jonas Steinbrecher, bester Fotograf der Welt, *1991)

Warten ist Kunst – ich will auf mich warten, für all diese wundersamen Wunder empfänglich sein, die um mich herum und in mir geschehen. Ich will auf die Antworten meiner Fragen warten, sie in meinem Herzen hüten wie kleine Samen, die dort wachsen und sich in und durch mein (Er-)leben entfalten können.

Ich warte.

Und male.

Wie gehst Du mit Dir um, wenn du „auf Dich“ wartest?

Von Herzen
Kristin

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