Fantasie (wieder-)gefunden

Ich danke Euch sehr für Eure tollen, berührenden und echten Geschichten zu meiner kleinen Illustration.

Meine Minigeschichte zur Illustration

Es war wirklich total spannend und erstaunlich zu lesen, dass alle eure Geschichten aus Euren Erfahrungen, vergangenen Erlebnissen und zurückliegenden Ereignissen entstanden sind. So mutig und schön, dass ihr das geteilt habt 🙂

Fantastische Geschichten

Heute möchte ich Euch zu einer zweiten Geschichte einladen. In meinem Post ging es um „Fantasie“. Fantasie bedient sich jedoch nicht von alten Geschichten, sie ist kein Schallplattenspieler, der Vergangenes abruft. Fantasie ist für mich eng mit Kreativität verbunden. Sie erschafft etwas vollkommen Neues, sie kreiert aus unendlichen Möglichkeiten, die weit über die unseres Verstandes hinausgehen. Sie erschafft grützespeiende Drachen oder Bäume, deren Äste aus Lakritze bestehen… Bei Wikipedia steht unter anderem, dass mit Fantasie vor allem „die Fähigkeit gemeint, innere Bilder und damit eine „Innenwelt“ zu erzeugen“. Ja! Das ist doch unfassbar wertvoll, gerade in einer Zeit, in der wir das Gefühl haben, wir sind eingeschränkt in unserer äußeren Welt. Wenn Du im Außen nicht das tun kannst, was Du willst, dann gehen wir doch einmal nach innen.

Das mit dem fantastische Geschichte schreiben, bedeutet nicht, dass Du nur dann fantasievoll bist, wenn Du eine völlig bunte, absurde und magische Geschichte mit allerlei Fabelwesen erfindest. Fantasie zeigt sich auch in einer einfachen, sanften und unscheinbaren Erzählung. 
Meine Einladung ist einfach, die Schwelle des Vergangenen und des bereits Geschehenen zu überschreiten und etwas Neuem Platz zu machen.

Platz machen

Wo wir gerade von „Platz machen“ sprechen. Das steht eigentlich noch vor unserem fantastischen Ausbruch 😉
Wenn Du Deinen Schreibprozess beginnen willst, leite ihn doch damit ein, dass Du still bist, ganz still… Vielleicht willst Du die Augen schließen und mal der Natur lauschen… Das Kissen unter Deinem Hinter fühlen… Deine Schultern fallen lassen… Und bestimmt fällt Dir wie mir bei dieser Übung immer wieder auf, wie Du mit Deinen Gedanken abschweifst, wie Du Dir Gedanken über Vergangenes machst oder Aufgaben, die noch bevorstehen. Das macht ja nix. Du bemerkst es und wirst einfach wieder still. Und nimmst wahr.

Und dann kommt dieser Punkt, der erste „echte“ Impuls, Deine Geschichte zu beginnen. Je öfter ich diese Übung praktiziere, desto mehr wird mir klar, wann ein wahrer Impuls durch mich fließt oder wann ich auf vergangene Geschichten reagiere und dem „Schallplattenspieler“-Impuls folge. Es ist schön, das zu üben.

Ich freue mich auf Deine Geschichte Nr. 2

Viel Freude

Kristin

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